Der erste Roman oder Wie ich meinen Mentor in den Wahnsinn trieb...
Erstlingswerk (under construction) und jede Menge Kurzgeschichten pflastern meinen Pfad durch die verschlungenen Kanäle des Schreibens. Kreativität kontra Kommerz...
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Der Tod
Posted at 06:17, 6.06.2006
Ich hatte mal einen Freund, sein Name
klingt mir noch immer in den Ohren und ich kann noch nicht begreifen,
warum der erste Teil dieses Satzes in der Vergangenheitsform so richtig
aussieht. Heute habe ich erfahren, dass er gestorben ist. Vor zwei
Wochen. Wir hatten kaum noch Kontakt, denn seine einzige Sorge bestand
daraus, etwas zu verpassen. In seinem Körper - so nannte er es - hauste
eine Krabbe und bevor sie zum Krebs "mutierte" wollte er all das
erledigen, was ihm noch auf dem Herzen brannte.
Dieses Vorhaben begann er vor drei Jahren und jetzt habe ich von seiner Frau erfahren, dass er es geschafft hat.
Er wird ewig in meinem Herzen bleiben...
Körperliche Fitness und andere Raffinessen
Posted at 09:58, 5.06.2006
Zur Fitness geht es hier entlang, bitte...Gerade
eben habe ich mich eine Pulsuhr gekauft. Ich liebe dieMöglichkeit des
Shoppens ohne von meinem bequemen Lager aufstehen zumüssen. Die Uhr ist
so ein modisches, kleines Wunderding, dass mit mir- als Läuferin -
kommunizieren wird. Ich bin riesig drauf gespannt.Nach dem ersten und
bislang einzigen Besuch eines Fitness-Studios binich zu dem Entschluss
gekommen, dass ich mich lieber allein um meinenKörper und die
dazugehörigen Problemzönchen kümmern möchte. Als derTrainer nämlich mit
BMI und gesundem Essen anfing, kam ich mir wie einMastschwein vor. Dazu
muss ich an dieser Stelle - ganz ungeniert -anmerken: Ich bin DÜNN, nur
sehr unsportlich. Meine tägliche RationFitness ziehe ich aus dem 100mal
die Treppe bis in unser betrieblichesDachgeschoss hinauf joggen. Jetzt
will ich mich ein wenig eingehendermit mir befassen *jubel* ...
*schluck* ... und mit mäßigerGeschwindigkeit durch den Wald joggen. Die
Nachbarschaft wirdbegeistert sein! Weitere Raffinessen...Meine
letzte Nacht bestand aus zahlreichen, geschriebenen Seiten undgenau
drei Stunden Schlaf. Mich hat DAS Fieber gepackt und im Gegenzugeine
Idee aufgreifen lassen, die mich voll und ganz in ihren Banngezogen
hat. Ich habe mehrere Seiten schreiben können und bin - derzeit- ganz
zufrieden mit dem Ergebnis. Heute werde ich das erste
Kapitelabschließen und danach sehen, ob es "was taugt" oder doch eher
für den"auf unbestimmte Zeit verschoben"-Ordner bestimmt ist. Die
Thematik greift meinLieblingsthema auf: die tiefen Gründe der
menschlichen Seele, ihreVerletzungen und das Weiterleben, obwohl die
Grundstimmung total amBoden liegt. Ich beschreibe damit einen guten
Freund, der Unglaublichesin seinem Leben mitgemacht hat und trotzdem
noch jeden einzelnen Tagmit einem Lächeln beginnt. Er ist krank und hat
mich vor geraumer Zeiteinmal gebeten, ihm doch (mit meinen
unbedeutenden Mitteln) ein"Denkmal" zu setzen. Klar, weiß er, dass ich
nur aus purer Lust amSchreiben die spärlichen Worte finde, doch ihm ist
das egal. Und jetzthabe ich mich nun in der letzten Nacht ans Werk
gemacht.
Grauer Himmel, leichter Regen
Posted at 11:26, 4.06.2006
Das erste Mal
In der vergangenen Nacht habe ich eine weitere "Arbeit" beendet. Diese
Geschichte lag mir schon lange auf dem Herzen, konnte aber - mangels
Zeit - nie richtig in Angriff genommen werden. Worum es geht? Um die
Liebe und um schweren Verrat am Leben, um Treue zu den eigenen
Prinzipien und um Sarkasmus - also das Übliche *smile*. Zum ersten Mal
fühle ich mich nach der Beendigung einer Geschichte, die immer einen
gewissen Teil meines Lebens ausmacht, richtig gut. Ich werde diesen
Sonntag dazu nutzen, meine gesammelten Ideen zu sortieren. Habe mir
angewöhnt, alle Geistesblitze in einem Word-Dokument auf "Halde" zu
legen und sie dann irgendwann einmal nutzen zu können. Da muss jetzt
Ordnung rein! Und wer weiß, vielleicht sticht ja eine Idee hervor und
ich setze mich mit meinem Notizblock auf den Hosenboden und fange an zu
schreiben...
Glühende, rasende, herrliche Wut im Bauch
Posted at 08:40, 2.06.2006
Derber Rückschlag für mich
Nachdem Peter, mein Mentor und Made-Coach der letzten acht Jahre, mein
letztes Skript gelesen hat, wurde ihm mit einem Mal bewusst, wie wenig
er mit mir arbeiten möchte ... seine Worte! OK, ich habe sein
ungeschriebenes Gesetz übertreten und die Charaktere der letzten Story
nach seinem Ego geschneidert. Aber ist das ein Grund? Freie
Meinungsäußerung unerwüscht, PERFEKT!
Jetzt stehe ich da und drehe Däumchen, starre Löcher in den
wolkenverhangenen Himmel und weiß nicht so recht, wie ich so ganz ohne
ihn weitermachen soll. Das erste Mal seit Jahren bin ich ohne geistige
und kreative Führung ... HUI !!! Eine Freiheit, die genauso verlockend
wie erschreckend ist. Ich könnte mich im Wohnzimmer vor den Kamin
setzen und einfach so darauf losschreiben, ohne Konsequenzen, ohne
Abgabetermine zu verpassen oder später ein kritisches Wort zu ernten...
einfach nur schreiben, für mich, für den Rest der Welt, als ob es das
Einfachste auf diesem Erdball wäre.
Die Emotionen haben sich auch wieder in die "normale" Achterbahn der
Gefühle eingereiht, von "Panik über diesen privaten Rückschlag" bis zu
"mir ist alles dermaßen SCHNUPPE".
Ich habe die vergangene Nacht damit verbracht meine Unterlagen zu
ordnen. Alle alten Storys raussortiert und chronologisch abgeheftet.
Dann im Internet nach einer passenden Plattform für meine Neigung
(alles in geschriebenen Worten festzuhalten) gesucht.
Bye Peter und willkommen schriftstellerische Freiheit *lach*...
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